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09.06.2017 06:41 Alter: 2 yrs
Kategorie: Allgemein, Fussball, Startseite, Presse FussballPresse
Von: Gießener Anzeiger

Auch ein Aufstieg für die Jugend

FUSSBALL FSG Grünberg II unterstützt in der Kreisliga A künftig das Gesamtkonstrukt


FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod II

FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod II, Aufsteiger in die Kreisliga A Alsfeld

Vor über drei Jahren übernahmen Stephan Hahn (32) und Christoph Jung (33) das Traineramt bei der FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod II. Das war 2013 noch in der Gießener B-Liga, ehe ein Jahr später der Wechsel in die Alsfelder B-Klasse erfolgte. "Wir haben das gemacht, weil es die angenehmere Liga war. Die Stimmung war etwas besser, es gab auch mehr Bratwürstchen nach den Spielen", erinnert sich Hahn heute augenzwinkernd.

Im ersten Jahr als Neuling im Alsfelder Fußballkreis landete die FSG auf Rang neun, ein Jahr später sprang lediglich ein ernüchternder Platz 16 heraus. Doch daran denkt in diesen Tagen niemand mehr bei den Gallusstädtern. Warum auch? Die Spielgemeinschaft folgt Meister Ober-Ohmen als Direktaufsteiger in die A-Klasse Alsfeld.

Dabei war es durchaus eine Zitterpartie: Grünberg entschied sein Abschlussspiel gegen den SV Ehringshausen zwar mit 6:1 deutlich, musste aber auf einen Patzer des unmittelbaren Konkurrenten SG Groß-Eichen/Atzenhain hoffen. Und selbstverständlich schien das vorab nicht, war die SG doch seit über einem halben Jahr ungeschlagen. Doch ausgerechnet am 28. Spieltag musste die Stamm-Elf beim Meister und Aufsteiger Ober-Ohmen ran - und die Awiszus-Truppe leistete Grünberg Schützenhilfe, schlug Groß-Eichen mit 3:0 und verwies den Grünberger Kontrahenten somit auf den Relegationsrang.

Die Gallusstädter um Stephan Hahn, der in der Aufstiegsrunde als alleiniger Trainer fungierte, ab kommender Spielzeit aber mit Silvio Barth (37) wieder im Duo zusammenarbeiten wird, konnten die Feierlichkeiten nicht direkt vor Ort miterleben. Der Trainer weilte da beim DFB-Pokalfinale in Berlin. Immerhin: Über das Smartphone vermochte der 32-jährige Aufsteiger-Trainer nach dem Abpfiff dennoch reichlich Stimmung einzufangen. "Ich stand dann auf der Olympia-Allee in Berlin mit 20 000 Eintracht-Fans. Das war schon heftig, weil ich alles im Kopf hatte, wie das so angefangen hatte", so Hahn heute.

Tatsächlich vermochte man in Grünberg seit Hahns Amtsantritt nach und nach eine schlagkräftige Reservemannschaft, intern nur "U 23" genannt, zu formen. Vor allem der Schwerpunkt "Jugendstil" zahlt sich aus. "Wir hatten zwei starke Jugendjahrgänge, die wurden gut eingebunden. Jeder A-Jugendliche hat das Gefühl wichtig zu sein und jeder bekommt seine Einsatzzeiten", erläutert Stephan Hahn, der weiß, dass man in Grünberg auch bei der ersten Garde auf Dauer nur oben mitspielen kann, wenn man sich eigene "Hochkaräter formt". So ist es auch nicht verwunderlich, dass man den Aufstieg der Reserve in die Alsfelder A-Klasse, wo es zu zahlreichen Derbys gegen Lumda/Geilshausen, Harbach, Groß-Eichen/Atzenhain, Rüddingshausen kommen wird, auch im Sinne der Jugendarbeit begrüßt. "Für die jungen Spieler ist es toll, wenn sie nicht direkt in der Kreisoberliga zum Einsatz kommen. Dann fallen sie nicht sehr tief", sagt Hahn. Für Stephan Hahn ist klar: "Einen anständigen Unterbau braucht man, für uns war und ist der wichtig." Den starken Unterbau hat man sich nun also bei der FSG erarbeitet, auch wenn Hahn festhält: "Christoph Jung sagt immer: Es würde dieses Jahr nicht so gut laufen, wenn es letztes Jahr nicht so schlecht gewesen wäre." Fakt ist so oder so: Die Gallusstädter, die 20 Siege aus 28 Pflichtspielen holten, haben eine beeindruckende Runde absolviert und sich den Gang verdient. Genauso wie die Abschlussfahrt nach Hamburg, die über Fronleichnam angetreten wird.


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