Bender Basket wollen den Klassenerhalt schaffen

Die Bender Baskets wollen den Klassenerhalt schaffen

Trainer Patrick Unger schwört seine Spielerinnen von den Bender Baskets Grünberg auf die Rückrunde in der 2. Bundesliga Nord ein. © Oliver Vogler/Oliver Vogler/Vogler

Die Bender Baskets Grünberg stehen auf Platz elf. Doch Coach Patrick Unger sieht sein Team auf dem richtigen Weg nach oben.

Die Bender Baskets Grünberg sind mit einer Zwischenbilanz in die Winterpause der 2. Damen-Basketball-Bundesliga (Nord) gegangen, die Raum für zwei Lesarten lässt. Drei Siege aus zwölf Spielen, Tabellenplatz elf und eine Korbdifferenz von minus 86 sprechen eine klare Sprache. Gleichzeitig zeigt der Verlauf der Hinrunde eine Mannschaft, die sich im Laufe der Wochen stabilisiert und zuletzt deutlich an Kontur gewonnen hat.

Wo ist noch Luft nach oben? Überall.

Patrick Unger

Auch Headcoach Patrick Unger blickt nicht eindimensional auf die erste Saisonhälfte. „Ich blicke auf die Hinrunde mit gemischten Gefühlen.“ Gerade die Anfangsphase verlief zäher als erhofft. „Ich hatte ein bisschen gehofft, dass wir schneller unseren Rhythmus finden und vielleicht zwei Spiele mehr gewinnen.“

Diese verpassten Möglichkeiten wirken bis heute nach. Mehrere Partien entschieden sich erst in der Crunchtime – zu Ungunsten der Gallusstädterinnen. Unger bilanziert: „Es gab einige Partien, in denen wir in der letzten Sekunde den Sieg auf dem Feld liegen lassen haben. Wäre das anders gelaufen, sähe die Situation komplett anders aus – dann stünden da auf einmal fünf Siege und wir wären im Mittelfeld.“

Trotzdem hat sich das Bild im Laufe des Novembers sowie im Dezember gewandelt. Die Siege beim Hürther BC (81:59) und bei den Hurricanes Rotenburg/Scheeßel (55:41) sowie der zuletzt klare Heimerfolg gegen New Basket Oberhausen (81:55) waren Ausdruck einer Entwicklung, die sich nicht allein an Ergebnissen festmachen lässt. „Auf der anderen Seite denke ich, dass wir uns gerade zum Ende hin – nicht nur wegen der Siege, sondern auch spielerisch – deutlich stabilisiert haben.“

Vor allem defensiv sieht der Coach sein Team auf einem besseren Weg. „Ich glaube, dass wir inzwischen verstanden haben, was Defense für uns bedeuten muss.“ Dazu kam, dass Grünberg Wege gefunden hat, auch Spielerinnen mit Doppellizenzen und eingeschränkter Trainingsverfügbarkeit sinnvoll einzubinden: „Wir haben es geschafft, die Erstliga-Spiele so zu integrieren, dass sie auch gute Leistungen bringen können, selbst wenn sie nicht immer im Training sind.“

Klar ist: Über die eine überragende Scorerin verfügt Grünberg in dieser Saison nicht – dafür aber über viel Lastenteilung. Centerin Charlotte Kohl liefert mit 9,7 Punkten und 10,3 Rebounds im Schnitt Stabilität im Zentrum, auch Tonisha Baker kommt auf knapp zehn Zähler pro Partie. Dahinter folgen mehrere Spielerinnen mit regelmäßigen Beiträgen zwischen acht und zehn Zählern – etwa Sarah Lückenotte oder Emma Kramer. Die Baskets verteilen Verantwortung auf viele Schultern, auch wenn in engen Phasen noch die letzte offensive Konsequenz fehlt.

Dass die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, formuliert Unger offen. „Wo ist noch Luft nach oben? Überall.“ Besonders beim Rebounding und in defensiven Rotationen sieht er Verbesserungsbedarf. Auch bei Anpassungen während des Spiels müsse das Team klarer agieren. Offensiv soll das Spiel variabler werden, um weniger abhängig vom Distanzwurf zu sein – gerade bei strukturierten Abschlüssen sieht der Coach noch viel Potenzial.

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