Tim Michel neuer Headcoach – zwei frühere Spielerinnen kehren zurück
Von: Max Nebel, Bild: Oliver Vogler/Oliver Vogler/Vogler
Tim Michel (r.) ist neuer Headcoach der Bender Baskets Grünberg. Er war in der vergangenen Saison Co-Trainer unter Patrick Unger. © Oliver Vogler/Oliver Vogler/Vogler
Der ehemalige Co-Trainer Tim Michel (38) übernimmt beim Frauen-Basketball-Zweitligisten die Rolle des Cheftrainers. Paula Kohl und Alva Hedrich verstärken den Kader in der neuen Saison.
Bei den Bender Baskets Grünberg sind die wichtigsten personellen Entscheidungen für die Saison 2026/27 gefallen: Tim Michel übernimmt beim Frauen-Basketball-Zweitligisten die Rolle des Headcoachs. Der 38-Jährige war bereits in der vergangenen Spielzeit als Assistenztrainer Teil des Grünberger Trainerteams und folgt auf Patrick Unger, der zur Basketball-Akademie der Gießen 46ers gewechselt ist.
„Es war eine gemeinsame Entscheidung. Der Vorstand in Grünberg ist nach Patricks Entscheidung schnell auf mich zugekommen und hat gesagt, dass man sich das sehr gut mit mir vorstellen könne. Auch die Mädels haben gesagt, sie würden sich freuen, wenn ich das weitermache“, berichtet Michel. Nach kurzer Überlegung habe er deshalb gerne zugesagt.
Für Michel ist es nicht die erste Station als Cheftrainer. Er betreute bereits die Young Dolphins beziehungsweise die Marburger Reserve in der 2. Frauen-Bundesliga und arbeitete beim TV Langen als Headcoach in der NBBL sowie in der 1. Regionalliga der Männer. Hinzu kommen Erfahrungen als Assistenztrainer des BC Marburg in der 1. Bundesliga, damals ebenfalls unter Unger. Hinsichtlich der unmittelbaren Arbeit im Grünberger Basketballinternat wird Michel nicht eingebunden, wie er sagt, der enge Austausch soll jedoch bestehen bleiben.
Nikki Johnson im Trainerteam
Unterstützt wird Michel künftig von Nikki Johnson. Die ehemalige kanadische Nationalspielerin ist in Grünberg seit vielen Jahren bestens bekannt und war dort bereits als Spielerin und Trainerin tätig. Zuletzt arbeitete sie in Marburg vor allem im Jugend- und Individualbereich und unterstützte zeitweise auch die WNBL. „Ich kenne sie schon, seit ich in Marburg bin, und freue mich, dass wir das gemeinsam machen können“, sagt Michel.
Auch an der Zusammenstellung des Kaders war der neue Headcoach bereits beteiligt. „Es gibt ein paar Änderungen, aber wir haben versucht, es recht stabil zu halten. Wir werden wieder ohne richtige Importspielerin spielen“, erklärt er. Nicht mehr dabei sind Sarah Lückenotte aus privaten sowie Luisa Popp aus beruflichen Gründen.
Vier Spielerinnen kommen hinzu. Paula Kohl kehrt nach mehreren Jahren zurück. Die Schwester von Centerin Charlotte Kohl spielte bereits in der Grünberger Jugend und für die Bender Baskets, ehe sie 2020 zum Studium nach Essen zog und unter anderem für Oberhausen in der 2. Bundesliga Nord auflief. Nach einem Jahr Pause steht sie nun wieder gemeinsam mit ihrer Schwester auf dem Feld. „Sie kennt natürlich die Mädels, aber noch nicht unsere Spielphilosophie und hat zuletzt nicht viel trainiert und gespielt. Das dauert vielleicht noch etwas“, sagt Michel.
Ebenfalls zurück ist Alva Hedrich. Die frühere Grünberger Jugendspielerin verbrachte nach dem Abitur vier Jahre in den USA und lief zuletzt für die East Texas A&M University im College-Basketball auf. Aus der eigenen Nachwuchsarbeit rückt Helena Speda in den Frauenbereich auf. Das Quartett komplettiert Alana Krings. Die Luxemburgerin spielte zuletzt für T71 Dudelange und wird künftig in Marburg studieren. Deshalb gilt sie nicht als klassische Importspielerin. Auch sie werde zunächst Zeit benötigen, mutmaßt der Übungsleiter, um sich an die neue Liga und das Spielniveau zu gewöhnen.
Gießener Allgemeine vom 03.08.2026




